Virtualität Online Shop Ritter Sport

Der Online Shop von Ritter Sport stellt eine virtuelle Handelsebene dar, mit Elektronischen Daten- und Kommunikationskanälen. Großer Vorteil des Onlineshops von Ritter Sport ist seine immer währende Verfügbarkeit, allerorts und zu jeder Zeit. Ermöglicht wird dieser Zustand, in dem sich die Handelspartner nicht mehr real gegenüberstehen müssen. Das Internet ermöglicht durch seine Beschaffenheit einen virtuellen Raum in dem das Angebot von Ritter Sport ohne Einschränkung präsentiert werden kann. Angebotswahl, -bestellung und -bezahlung per Internet dieses Angebotes sind über interaktive Bestell- bzw. Kommunikationsmodule weltweit durchführbar. So kann Ritter Sport Schokolade auch in Australien oder den USA bestellt und geliefert werden. Dies bietet für den Verbraucher einige Vorteile. Zum einen ist das Angebot immer auf dem aktuellsten Stand. Neuheiten können unmittelbar angeboten und gekauft werden. Weiterhin ist das Angebot immer vollständig. Eine begrenzte Auswahl an Ritter Sport Sorten, wie Sie oft in realen Geschäften vorgefunden wird, ist im Online Shop kein Thema. Als Konsequenz für das Online-Marketing bedeutet das, dass mit der “digitalen” Virtualität eine innovative Kommunikationsmöglichkeit entstanden ist, die den Austausch von marketingbezogenen Informationen im Rahmen der Produkt-, Preis-, Vetriebs- und Kommunikationspolitik  im weltweiten Datennetz, unabhängig von zeitlicher und örtlicher Anwesenheit der Kommunikationspartner ermöglicht (vgl. Kollmann, 2007, S.40).

Computervermittelte Kommunikation am Beispiel von Ritter Sport

In diesem Beitrag möchte ich begründen, warum ich den Begriff der computervermittelte Kommunikation, den der digitalen Kommunikation bei der Untersuchung des Online Auftrittes von Ritter Sport vorziehe. Zunächst einmal handelt es sich bei Ritter Sport Online um computervermittelte als auch digitale Kommunikation. So werden sowohl audiovisuelle und textbasierte Inhalte über Computer vermittelt als auch dabei Daten kodiert und dekodiert und mittels einen digitalen Kanals übertragen. Die computer vermittelte Kommunikation beschreibt dabei jedoch genauer den textbasierten und audiovisuellen Teil der Kommunikation, der auch für die Untersuchung der Werbe- und Markenkommunikation von Ritter Sport entscheidend ist. Hingegen beschreibt der Begriff digitale Kommunikation vorallem den technisch informatischen Teil, welcher bei der Werbe- und Markenkommunikation von Ritter Sport abläuft. Diese eher im Hintergrund ablaufende technische Teil der Kommunikation im Internet ist für die Funktion und Bedeutung der Werbe-und Markenkommunikation weniger aussagekräftig. Daher wird bei der Untersuchung der Werbe- und Markenkommunikation von Ritter Sport der Begriff der computervermittelten Kommunikation den der digitalen Kommunikation vorgezogen.

Ritter Sport Twitter

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Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 24.02.2016 von https://twitter.com/RITTER_SPORT_DE/with_replies

 

Was ist Twitter?

Twitter ist die erste Microblogging Plattform im Internet, die kostenloses Publizieren von Kurznachrichten über das Internet ermöglicht (vgl. Prof. Dr. Dr. Hesse, 2015, e-teaching.org). Neben einem Großteil von privaten Einträgen, exitieren Nachrichten zu Events, Gedanken, Links und Literaturtipps und vieles mehr. Seit 2006 hat sich Twitter nun zur größten Microblogging Plattform der Welt entwickelt. Daraufhin haben viele Social Media Plattformen ähnliche konzeptuelle Angebote als Feature in ihre Anwendungen integriert und bieten parallel dazu die Synchronisation mit Twitter an. Beispiele hierfür sind unter anderem Facebook oder der Fotoblogging-Dienst Instagram.

Was kann Twitter?

Das Potential des Echtzeit-Informationsnetzwerkes bildet unter anderem die Aktualität der dort veröffentlichten Nachrichten. Denn das Schreiben von sogenannten Kurznachrichten mit max. 140 Zeichen, ist schneller geschehen als beispielsweise einen Nachrichtbeitrag in Spiegel Online zu veröffentlichen. Weiterhin können die Kurznachrichten von anderen registrierten Personen kommentiert werden, wodurch die Möglichkeit von Dialogkommunikation in Form einer Diskussion gegeben ist. Um eine Diskussion zu starten, muss eine Nachricht, ein sogenannter Tweet, mit einem Hashtag versehen sein. Anhand des Hashtags sind die Kommentare zu einem Tweet zuordenbar. Die Funktion von Twitter für das Unternehmen Ritter Sport liegt in kurzen einprägsamen Formulierungen zu allen Themen und Neuheiten der Schokolade. Im Mittelpunkt steht allgemein Informationsvermittlung, welche bei Twitter Ritter Sport zum Großteil werbeähnliche Züge trägt. So gibt es Beiträge zu Karnerval, dem Erscheinen neuer Frühlingssorten usw.. Diese Tweets sind unpersönlich gehalten und sollen alle Mitgleider bei Twitter gleichermaßen ansprechen können. Weiterhin können wie in Facebook auch, sämtliche Kurznachrichten in Echtzeit kommentiert werden. Diese sogenannten Antwort Tweets lässt Ritter Sport für alle einsehbar sein. Darin liegt unter anderem die Stärke bei Twitter. Es bietet durch seine starke interne Vernetzung der Plattform einen regen Austauschs über Dialogkommunkation zwischen seinen Mitgliedern. So gibt es auf Twitter eine weitere Funktion zur besseren internen Vernetzung, das „ReTweeting„. Damit ist die Weiterleitung von Kurznachrichten möglich. „Mitglieder können damit Nachrichten anderer Mitglieder übernehmen (bzw. zitieren) und diese an ihre eigenen Follower versenden (vgl. Prof. Dr. Dr. Hesse, 2015, e-teaching.org)“. So kann sich ein Tweet unter den Followern stark ausbreiten ohne den Bezug zum Autor zu verlieren. Darüber hinaus werden weitere Mitglieder auf ihnen bislang unbekannte Twitter-Kanäle aufmerksam und können sich bei Interesse als deren neue Follower eintragen. Die Funktion zum Retweet nutzt auch Ritter Sport häufig. Damit bietet Twitter die Möglichkeit den Mitgliedern der Community ihren ganz persönlichen Nachrichten-Beitrag zum Thema Ritter Sport beizutragen. So werden meist zu Werbezwecken geeignete Tweets von Mitgliedern auf Ritter Sport Twitter „geretweetet“. Weniger geeignet ist Twitter als Plattform, um Kommunikation als Information zu speichern. So sind bereits nach wenigen Tagen Beiträge häufig nicht mehr über Suchmaschinen auffindbar (vgl. Prof. Dr. Dr. Hesse, 2015, e-teaching.org nach Nentwich et al., 2009, S.3) Diesen Vorteil haben hingegen Weblogs, „die auf eine mehr oder weniger dauerhafte Publikation und Präsenz im Internet ausgelegt sind ( Prof. Dr. Dr. Hesse, 2015, e-teaching.org).“ Bei Twitter handelt es sich um eine zeitlich „synchrone„ und laut Sozial Dimension, um eine „one to many„ Kommunkation (vgl. Fraas, Meier, Pentzold, 2012, S.19).

Fazit

Twitter weist eine starke interne Vernetzung über seine Mitglieder auf und ist auch über beispielsweise Facebook oder Instagram gut extern vernetzt. Weiterhin punktet die Social Media Anwendung mit der Aktualität ihrer Beiträge. Weniger überzeugend sind hingegen die Speicherung von Nachrichten. So sind Nachrichten bereits nach wenigen Tagen nicht mehr auffindbar, obwohl diese nicht gelöscht wurden. Auch eine integrierte Twitter-Suche hilft hier nicht weiter. Abstriche müssen auch bezüglich der Inhalte von Beiträgen gemacht werden. Da die Tweets (Kurznachrichten) auf 140 Zeichen begrenzt sind, lässt dies kaum Hintergrundinformationen zu einer Meldung zu. Hierfür muss otfmals auf einen themenverwandten Inhalt im Netz verwiesen werden. Da jeder Twitter-Nutzende, jede Information „tweeten„ kann, ist unter den Kurznachrichten vieles Triviale und nicht immer Glaubwürdiges zu finden. Die Qualität der Nachrichtenmeldungen ist also oftmals fraglich. Doch in der großen Themenfülle der Beiträge liegt auch wieder die Stärke von Twitter, themenübergreifend eine Plattform zu sein, welche die Gedanken der Mitglieder aufgreift.

„Dieser Beitrag ist ein guter Einstieg in den Einsatz von Twitter zu Marketing-Zwecken. Es fehlt aber der Rückbezug zu den Perspektiven, die Sie auf der Theorie-Seite Ihres Blogs umrissen haben. Sind die Tweets unpersönlich gehalten? Wie sehr macht RitterSport von der Möglichkeit des ReTweetens Gebrauch? Wie wird auf Antwort-Tweets reagiert?
Viele Studierende haben auch die Tweet-Aktivität mit der Facebook-Aktivität verglichen, weil die über beide Kanäle gestreuten Informationen häufig ähnlich sind. Beobachtet wurde in den meisten Fällen, dass dt. Firmen zwar Twitter-Accounts besitzen, diese aber im Vergleich zu ihren Facebook-Auftritten stiefmütterlich behandeln.
Grundsätzlich fehlt Ihrem E-Portfolio eine wichtige Perspektive: Die Reflexion des Lernprozesses, den Sie hier durchlaufen. Was haben Sie aus der Betrachtung des Twitter-Auftritts von RitterSport für sich selbst mitgenommen? Was ist Ihnen klarer geworden? Wo sehen Sie weiteren Lernbedarf?
Ich würde mich freuen, wenn Sie dazu mindestens einen Antwort-Kommentar oder sogar einen eigenen Blog-Beitrag verfassen (Kommentar, Kreuzberger, 2016).“

Was habe ich gelernt und was würde ich gern noch wissen?

Auf die Frage meines Dozenten Herrn Kreuzberger, was ich über die Twitter Anwendung gelernt habe, kann ich folgendes sagen. Zu aller erst einmal habe ich gelernt, dass es sich bei Twitter um eine Microblogging Plattform handelt, auf der Informationen in Echtzeit gesendet und beantwortet werden können. Ebenso neu ist für mich, dass die sogenannten Tweets nicht länger als 140 Zeichen seien dürfen. Hierin besteht wahrscheinlich auch das Erfolgskonzept von Twitter, mit kurzen und prägnanten Informationen möglichst themenübergreifend und aktuell zu informieren. Die Funktion des „Retweetens„ finde ich besonders für die interne Vernetzung der Beiträge wichtig. Gelungen finde ich das Ritter Sport diese Funktion nutzt, um besonders passende Tweets eines Fans zu „retweeten„ und damit eine authentische Werbung für ihr Produkt von ihren Fans zu schaffen. Dies spart den Verantwortlichen von Ritter Sport Twitter Zeit für eigene Beiträge und erhöht die Glaubwürdigkeit in das Produkt Ritter Sport. Weiterhin habe ich gerlent das Ritter Sport, Twitter nicht wie viele andere dt. Firmen laut Aussage von meinem Dozenten Herrn Kreuzberger stiefmütterlich behandelt, sondern aller zwei drei Tage aktuelle Kurznachrichten twittert. Dabei sind alle Themen vertreten, die bei Ritter Sport relevant sind. Unter anderem sind das Saisonale Nachrichten, persönliche Fannachrichten, neue Produkterscheinungen, orginelle Themenbeiträge usw..  Gern würde ich mehr wissen, über den Sinn und die Bedeutung von Gesponserten Tweets auf der Ritter Sport Twitter Seite. So hat das Softwareunternehmen SAP mitten unter den Ritter Sport Tweets einen eigenen Eintrag unter Ritter Sport Twitter. Handelt es sich hierbei um einen gekauften Tweet seitens SAP? Warum gerade entscheidet sich SAP bei Ritter Sport Werbung zu machen? Sollten beide eine ähnliche Zielgruppe bedienen? Hier würde ich mir gern noch mehr Einblick in die Funktion Gesponserte Tweets verschaffen, wenn ich dafür später noch Zeit finde.

Quelle: 
Prof. Dr. Dr. Hesse, F. W. (2015). Twitter. Abgerufen am 10.03.2016 von https://www.e-teaching.org/didaktik/kommunikation/twitter/
Fraas, Meier, Pentzold (2012) Online-Kommunikation Grundlagen, Praxisfelder und Methoden Oldenbourg Wissenschaftsverlag GmbH München

	

Ritter Sport Blog

Definition Corporate Blogs

„Im Kern handelt es sich-bei Unternehmensblogs (…) um Instrumente strategischer Kommunikation, oftmals mit persuasiver Intention, was verständigungsorientierte und diskursive Elemente nicht ausschließen muss ( Beck, 2010, S.31).“

„Sie schreiben hier selbst ein E-Portfolio-Blog. Wenn Sie das Rittersport-Blog mal aus dieser Perspektive betrachten, was kommt Ihnen da in den Sinn? Finden Sie Anregung für die Weiterentwicklung des eigenen Bloggens? Nutzt RitterSport die – ihnen durch eigene Erfahrung bekannten – Möglichkeiten der Interaktion auf Weblogs aus?
Über einen antwort-Kommentar würde ich mich freuen.
Viel Erfolg dabei (Kommentar, Kreuzberger, 2016)!“

Zum Inhalt

Der Ritter Sport Blog ist eine Art Sammelsurium in der alles Wissenswerte rund um die Marke Ritter Sport nochmals zusammengestellt wird. Seien es Blogeinträge zum Thema Soziales Engagement, Feier- und Aktionstage und Feste, Produkteinführungen, neue Sortenkreationen oder Tipps zu Ritter Sport zum Selbermachen. Ein Webblog zeichnet sich auch durch seine Aktualität aus. So werden „Gerade Internet-spezifische Trends in Weblogs erheblich früher diskutiert und tragen daher zur Meinungsbildung bei (Prof. Dr. Dr. Hesse, 2015, e-teaching.org).“ Durch die Möglichkeit der starken Vernetzung untereinander und der Schaffung von zentralen Linklisten verbreiten sich Informationen in der Blogosphäre wesentlich schneller, als beispielsweise in professionellen Magazinen, wenn denn eine starke Vernetzung mit anderen Blogs gewünscht ist. So weist der Ritter Sport Blog, keine solche starke Vernetzung mit anderen Blogs auf. Zentrale Linklisten zu anderen Angeboten gibt es nicht. Das lässt mich zu der Vermutung kommen, dass der Ritter Sport Blog ausschließlich als Marketinginstrument benutzt wird, aber in seiner eigentlichen Funktion als Wissensvermittler für die Bloggemeinschaft eher hinten angestellt ist. Die Insider der Marke Ritter Sport können sich hier kurzfristig über alle Neuerungen der Marke informieren und diese kommentieren. Eine wirkliche Wissensvernetzung soll mit anderen thematisch ähnlichen Blogs aber nicht stattfinden. Dies hiese ja auch sich mit den Bloggern der Konkurrenz einzulassen. Desweiteren sind Blogs eigentlich durch ihre personalisierte Form eng an den Autor oder die Autorin geknüpft und geben damit eine persönliche Sichtweise wieder (vgl. Prof. Dr. Dr. Hesse ,2015, e-teaching.org). Dies mag für den Blog einer Privatperson gelten, doch sind im Blog von Ritter Sport gleich drei Autoren gleichzeitig aktiv beim Schreiben. Zum Corporate Blog gehört natürlich auch eine einheitliche Schreibweise, mit der Beiträge im Blog geschrieben werden können. Eine persönliche Sichtweise auf die Marke Ritter Sport ist hier nicht erwünscht. Viel mehr geht es um einheitliche verbindliche Regeln mit denen ein Blogbeitrag bei Ritter Sport verfasst wird. Als Instrument strategischer Kommunikation, ist der Blog dazu da einen Beitrag zur „kordinierten und strukturierten Ausrichtung aller Kommunikation“ zu leisten und damit „die Schaffung einer unitären Wahrnehmung“ zu ermöglichen, was ein grundlegendes Ziel im Wertschöpfungsprozess eines Unternehmens darstellt (Oestreicher, 2010, S.8). Unitäre Wahrnehmung ist das „Bestreben eines Unternehmens alle kommunikativen Maßnahmen und Handlungen darauf auszurichten, dass diese eine ganzheitlich gleiche Wahrnehmung in allen Märkten und darüber hinaus in allen Öffentlichkeiten erzielen (Oestreicher, 2010, S.8).“ Hierfür stehen einem Blog unter anderem verständigungsorientierte und diskursive Elemente zur Hilfe. So gibt es eine Kommentarfunktion mit der die Blog-Community Beiträge der Blogautoren kommentieren kann. Dadurch wir ein Diskurs angestoßen, der es Unternehmen und Blogcommunity erlaubt miteinander zu kommunizieren. Die Möglichkeit zur Interaktivität wird im Ritter Sport Blog gut genutzt. So wird jeder Beitrag seitens Ritter Sport von Fan-Kommentaren begleitet. Dabei kommentieren die Fans des Blogs auch untereinander. Kommt es dabei zu Forderungen gegenüber Ritter Sport z.B. eine bestimmte Schokolade wieder auf den Markt zu bringen, schalten sich Mitarbeiter von Ritter Sport ein, um den Sachverhalt möglichst für alle Beteiligten zufriedenstellend zu klären. Die Gefahren von Interaktivität unter Konsumenten, die auch ein Shitstorm auslösen könnte, ist Ritter Sport also bewusst. Sie versuchen gezielt dort zu beruhigen oder zu loben wo es angebracht ist. Weiterhin wird im Blog seitens der Blogautoren Überzeugungskommunikation betrieben. So wird über wissenswerte Beiträge wie „Geschmackssache: Wie Emotionen unseren Geschmack beeinflussen“ oder „Love is in the air“ unterschwellig für das Produkt Ritter Sport geworben.

Quellen:

Oestreicher K. (2010) Strategische Kommunikation und Stakeholdermanagement: Struktur, Implementierung, Erfolgsfaktoren Verlag Publicis Publishing Erlangen 
Schweiger, Beck (2010) Handbuch für Online-Kommunikation, VS Verlag für Sozialwissenschaften Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH

RitterSportBlog Startseite2

Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 24.02.2016 von http://www.ritter-sport.de/blog/ 

Die Blogsuche

Über eine Blogsuche kann der Ritter Sport Fan spezifische Beiträge aufrufen. Das versetzt  ihn in die Lage, den Blog wie einen großen Informationspool zu nutzen, aus dem er gezielt Beiträge auswählt. Unterstützt wird der Fan dabei durch das Blog- Archiv, dass alle Blogbeiträge systematisch nach Erscheinungsjahr und Monat ordnet.

RitterSportBlogStartseite

Screenshot Ritter Sport, 2015. abgerufen am 13.02.2015 von http://www.ritter-sport.de/blog/

Fazit:

Der Mehrwert des Blogs ist seine themenübergreifende kommunikative Funktion für die Anspruchsgruppe der Ritter Sport Fans, in dem er Themen von Ritter Sport Facebook, -Twitter und -Youtube nochmals aufgreift und zusammenbringt. Die Blogbeiträge haben eine persuasiven Charakter in dem Sie für das Produkt Ritter Sport werben. Weiterhin exitiert mit der Kommentarfunktion die Möglichkeit Dialogkommunikation zwischen der Blog- Community und den Autoren des Blogs zu betreiben. Auf diese Weise ist die Möglichkeit zum Diskurs ebenfalls gegeben. Auffällig ist weiterhin, dass die Möglichkeit zur Vernetzung des Blogs mit anderen Blogs nicht genutzt wird. Die Wissensvermittlung innerhalb einer Blogosphäre steht für den Ritter Sport Blog daher nicht im Vordergrund. Auch die auf eine Person bezogene Blogführung, die eine persönliche Sicht der Dinge wiederspiegelt ist beim Ritter Sport Blog nicht vorhanden. Vielmehr gilt es mit verbindlichen Regeln eine einheitliche Schreibweise für alle drei Autoren des Ritter Sport Blogs zu ermöglichen, um damit eine unitäre Wahrnehmung seitens der Blogleser zu erreichen.


	

Ritter Sport Youtube

Was kann Youtube?

Das Videoportal Youtube Ritter Sport ist für die Community eine Art Videobibliothek in der von Ritter Sport produzierte Film- und Videobeiträge einsehbar sind. Über die Sucheingabe auf Youtube können gezielt Videos von Ritter Sport aufgerufen werden. Inhalt der Videos sind vor allem Produktwerbung und PR Aktionen.

RitterSportYoutubeStartseite

Screenshot Ritter Sport, 2015. abgerufen am 13.02.2015 von https://www.youtube.com/user/Rittersport?hl=de&gl=DE

Personalisierung am Beispiel von Ritter Sport Youtube

Das Potential von Youtube für Ritter Sport ist eine lückenlose Dokumentation sämtlicher filmischer Beiträge des Unternehmens. Dabei können alle Videobeiträge kommentiert, bewertet und mit anderen Nutzern geteilt werden. Aus diesen Informationen erstellt Youtube Nutzerprofile, mit dessen Hilfe dem Nutzer immer passendere Videovorschläge in Zukunft angeboten werden. Siehe dazu auch Personalisierung und lernende Kundenbeziehung im Online Marketing des Theorieteils. Das Videoportal Youtube stellt also eine Art nutzerspezifische Werbung für jeden einzelnen Nutzer/ Fan zusammen, der Ritter Sport Videos anschaut. Je mehr der Kontakt zwischen Anbieter und Konsumenten besteht, um so präziser kann auf Anbieterseite eine Kundenansprache erfolgen. Je häufiger eine Videorubrik angeschaut wird, um so stärker wird die Rubrik und verwandte Rubriken im persönlichen Nutzerprofil auf Youtube vertreten sein. Mit dieser Videoauswahl des Nutzerprofils sollte der Konsument wiederum in seinen spezifischen Videowünschen am besten befriedigt sein.

Quelle: Christian Tembrink, Marius Szoltysek, Hendrik Unger (2014) Das Buch zum erfolgreichen Online-Marketing mit YouTube by O'Reilly Verlag GmbH & Co. KG

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Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 24.02.2016 von https://www.youtube.com/?gl=DE&hl=de

	

Case Studies

Knusper Tortilla Chips

Seit 18 Januar 2016 gibt es bei Ritter Sport eine Neue Schokoladensorte Namens Knusper Tortilla Chips. Die Schokolade aus Tortilla Chips, gerösteten Maiskörnern und Vollmilch Schokolade entspricht nicht gerade konventionellen Geschmacksvorstellungen. Doch schon einmal hat die Kombination aus süß und salzig es mit Honig-Salz-Mandel zur Sorte des Jahres 2015 geschafft. Dafür wird für die Sorte fleißig geworben. Ritter Sport nutzt das gesamte Spektrum seiner Kommunikationskanäle im Internet, um für die Sorte Knusper Tortilla Chips Werbung zu betreiben, darunter die Corporate Website, Facebook, Youtube und der Ritter Sport Blog.

Corporate Website

Auf der Corporate Website ist die neue Sorte zentral in Szene gesetzt und wird mit dem Slogan „Wenn es mal wieder heißt: Bring Chips und Schokolade mit“ beworben. Außerdem kann der Ritter Sport Kunde an einem Gewinnspiel teilnehmen und die Sorte zu fünf Tafeln Schokolade gewinnen.

Case Sudie

Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 10.02.2016 von http://www.ritter-sport.de/de/index.html

Facebook

Auf Facebook machen ein lustiger Videobeitrag zur Entstehungsgeschichte und ebenfalls ein Gewinnspiel auf die neue Sorte aufmerksam. Die Aktion fand mit gut 4000 Kommentaren regen Anklang. Zwei Wochen später am 2 Februar 2016, dann die Frage, wie den Fans die neue Sorte schmeckt. Hier gab es vermehrt negative Top Kommentare. So zum Beispiel: „Ich hab mir so viel davon versprochen und gleich zwei Tafeln gekauft. Bin leider etwas enttäuscht, die Chips kommen gar nicht durch. Schmeckt doll nach dem Puffreis und leicht muffig also für meinen Geschmack…“ oder „Ekelhaft der Geschmack, fragwürdige Kombination…“. Neben verstärkt negativen Kommentaren gab es auch solche „Sehr sehr lecker, definitiv meine neue Lieblingssorte“. Alles im Allen war es für Ritter Sport und Knusper Tortilla Chips ein mäßiger Auftakt in Facebook.

Screenshots Ritter Sport, 2016. abgerufen am 10.02.2016 von https://de-de.facebook.com/RitterSportDeutschland

Ritter Sport Blog

Im Ritter Sport Blog findet man weitere Hintergründe über Knusper Tortilla Chips. Hier wird erklärt, dass die Tortillas aus Mexico stammen und urpsrünglich gebratene Maisfladen vom Vortag waren. Außerdem gibt es eine Umfrage zur Beliebtheit.

Case Studie Blog

Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 10.02.2016 von http://www.ritter-sport.de/blog/

Über View Results ist es jederzeit möglich sich in Echtzeit den neuesten Zwischenstand der Umfrage anzeigen zu lassen. Die Mehrzahl der Teilnehmer haben die Schokolade mit muss ich sofort probieren gekennzeichnet. Das steht erstmal im krassen Kontrast zu Facebook, wo die führenden Kommentare ja alle negativ ausgefallen sind. Der Facebookaufruf „Wie schmeckt euch die neue Knusper Tortilla Chips“ im Gegensatz zur Aussage „Muss ich sofort probieren!“ hat ja auch einen völlig anderen Zeitbezug. So ist in Frage eins, dem Konsumenten das Produkt schon bekannt. Das Risiko das ihm das Produkt nicht schmeckt ist gegeben. In Aussage zwei hingegen soll das Produkt erst noch probiert werden. Hier wird allein nach dem Interesse am Produkt gefragt. Was in diesem Fall positiver ausfällt. Deutlich wird hierbei, wie entscheidend die Fragestellung oder Aussage ist, die sich an die Community richtet, um Werbung für ein neues Produkt zu machen.

Case Studie Blog 2

Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 10.02.2016 von http://www.ritter-sport.de/blog/

Youtube

Auch auf Youtube ist das lustige Video mit der Entstehungsgeschichte zu den Knusper Tortilla Chips zu sehen. Hier wurde es bisher gut 200 Mal aufgerufen und ist damit eher mäßig bekannt. Gut gehende Videos bei Youtube schaffen es über die Zeit schon mal auf bis zu 47000 Aufrufe, so zum Beispiel das Video zum Weihnachtsmann Umtauschautomat.

 

Case Study Youtube

Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 10.02.2016 von https://www.youtube.com/user/Rittersport?hl=de&gl=DE

Fazit

Im Internet wird massiv für die neue Sorte Knusper Tortilla Chips geworben. Dazu nutzt Ritter Sport alle ihm zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle. Ein Video und die Idee eines Gewinnspieles werden zugleich in unterschiedlichen Kommunikationskanälen genutzt. Besonders ist Ritter Sport wichtig Feedback von seinen Fans über die Knusper Tortilla Chips zu bekommen. So wurden diese in Facebook und im Ritter Sport Blog mehrmals nach der Beliebtheit der neuen Schokoladenkreation gefragt. Vermutlich möchte Ritter Sport wissen, ob sich Knusper Tortilla Chips auch langfristig in das Sortiment von Ritter Sport integrieren lassen.

 

Online Shop

Online Shopping via Corporate Website

Das Online Shopping auf der Corporate Website von Ritter Sport, markiert mit einem kleinen Einkaufskorb als Button oben rechts, ist für einen Süßwarenhersteller eher ungewöhnlich. So handelt es sich bei Schokolade, um ein Low-Involvement Produkt, dessen hauptsächlicher Erwerb über Impulskäufe am Point of Sale (POS) erfolgt und laut Marketingtheorie nicht gezielt vom Konsumenten gekauft wird (vgl. Gräf, H. 1999).


Startseite Ritter Sport5

Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 28.01.2016 von http://www.ritter-sport.de/de/index.html

Trotzdem hat Ritter Sport sein gesamtes Produktsortiment zum Online Kauf freigegeben. Höhere Versandkosten und längeren Wartezeiten bei einem Onlinekauf schrecken die Onlinekundschaft anscheinend nicht ab.

EinkaufOnlineshop

Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 29.01.2016 von http://shop.ritter-sport.de/b2c/schokolade/100g-tafeln.html

Es fällt auf, dass sich der Online Shop mit vorallem saisonale Produktneuheiten und der Möglichkeit des Erwerbs von originellen Geschenkideen vom POS unterscheidet. So sind alle Produktneuheiten von Ritter Sport im Onlineshop erhältlich, auch wenn diese im Handel noch nicht überall zu bekommen sind. Vermutlich wollen hoch involvierte Ritter Sport Kunden eine Schokoladesorte möglichst als erste ausprobieren oder gar ihre Liebsten mit einer originellen Geschenkidee von Ritter Sport per Post überraschen. Also kaufen diese Kunden im Online Shop ein. Sind die neuen Ritter Sport Kreationen erst einmal ausprobiert wurden und für gut befunden, werden diese bei Verfügbarkeit auch gezielt am Point of Sale eingekauft.

EinkaufOnlineshop3

Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 29.01.2016 von http://shop.ritter-sport.de/b2c/checkout/cart/

Eine zweite Kundengruppe die vermutlich vom Onlineshopping profitieren sind die „Vorratskäufer“. Denn ab einem Warenwert von 15 Euro entfallen die Versandkosten für Ritter Sport Schokolade. Es ist daher sehr wahrscheinlich, dass eine Gruppe von Online-Käufern dem Kaufreiz ausgesetzt sind, gezielt großen Mengen ihrer Lieblingsschokoladensorten zu kaufen. Denn es ist bequem sich die Schokolade frei Haus liefern zu lassen und dabei keine Mehrkosten zu haben.

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Screenshot Ritter Sport, 2016. abgerufen am 29.01.2016 von http://shop.ritter-sport.de/

Neben den üblichen Schokoladenprodukten ist im Online Shop von Ritter Sport auch eine Kollektion aus Tassen, T-Shirts, Plüschtieren etc. erhältlich. Die Kollektion gibt es bis auf seltene Ausnahmen nur Online zu kaufen. Für einen Fan der Marke Ritter Sport bietet sich damit die Gelegenheit, die sonst nicht am POS erhältlichen Merchandising Artikel online zu erwerben. In der „Nur-Online-Erhältlichkeit“ liegt auch der Kaufreiz für diese dritte Kundengruppe.

Vorteile des Onlineshops aus Anbietersicht

Besonders die Kommunikation von Produkt-Neueinführungen ist Ritter Sport im Internet wichtig. Bedacht auf die Aktualität diverser Online-Kommunikationskanäle verbreitet Ritter Sport diese Nachrichten auf allen zur Verfügung stehenden Online-Kommunikationskanälen. Damit nutzt Ritter Sport den Informationsvorsprung den das Online-Marketing gegenüber dem klassischen Marketing bietet zu seinen Gunsten aus. Konsumenten welche das Internet zur Informationsbeschaffung nutzen, können mit den Informationen zu aktuellen Produkteinführungen, diese Produkte gezielt am POS einkaufen. Ritter Sport kann auf eine sehr gute Tranparenz ihres Angebotes zurückgreifen. Dies ermöglicht unter anderem der Online Shop in dem Preise und Produktbeschreibungen in sehr transparenter Weise aufgeführt sind.

  • Eine relativ gute Transparenz des Angebots
  • Kostengünstigere Werbung durch exakte Zielgruppenauswahl
  • Direktere und gezieltere Kommunikation mit Konsumenten
  • Höhere Flexibilität in Bezug auf Änderungen an Produkten und Leistungen
  • Niedrige Produktionskosten der Werbung

 

Vorteile des Onlineshops aus Konsumentensicht

Preisvorteil Online Shop

Eigentlich sollte ein Online Shop, durch günstigere Kommunikationskanäle seine Produkte zu besseren Preisen anbieten, als diese am POS erhältlich sind. Bei Ritter Sport hingegen sind die Preise für Ritter Sport Produkte im Online Shop und am POS etwa gleich hoch. Dies hat wahrscheinlich wettbewerbstechnische Hintergründe. So möchte Ritter Sport keines seiner Verkaufsmodelle bevorteilen. Ein gegenseitiger Preiskampf zwischen dem POS Verkauf und dem Verkauf im Online Shop wäre destruktiv für den Produkt-Verkauf der Marke Ritter Sport.

Unterhaltung als Verkaufsargument

Durch den Einsatz von Videoportalen wie Youtube und moderner Dialogkommunikation über Twitter, Facebook und den Ritter Sport Blog wird Unterhaltung geschaffen, die Spaß macht. Das mehr an Medialität und Interaktivität, gegenüber klassischen Kommunikationskanälen wie der Zeitung oder dem Fernsehen, wirkt im besten Falle verkaufsfördernd für die Produkte am POS sowie im Online Shop.

Ubiquität der Produkte

Der Online Shop von Ritter Sport zeichnet sich durch die Ubiquität der Produktbeschaffung aus. So sind die Produkte im Online Shop von Ritter Sport, überall und jederzeit verfügbar. Desweiteren gibt es umfassendere und detailiertere Informationen zu den Ritter Sport Produkten als im klassischen Marketing. So findet der Konsument im Online Shop eine detailierte Beschreibung des Produktes, welches gekauft werden soll. Am POS finden sich hingegen keine detailierten Produktbeschreibungen zu den Ritter Sport Produkten. Dieser Informationsfortschritt und die Schnelligkeit mit der ich diese Informationen bekomme und das jederzeit sowie an jedem Ort der Welt, sind Vorteile des Online Shops gegenüber dem Verkauf am POS.

Anforderungen an einen Online Shop

Die Vorteile eines Onlineshops lassen sich klar benennen. Kunden können ein gewünschtes Produkt bequem von zuhause aus einkaufen oder unterwegs per Smartphone  eine Bestellung aufgeben. Neben der immensen Zeitersparnis für den Kunden hat der Online Kauf auch Vorteile für den Händler. So ist dieser nicht weiter auf physische Verkaufsräume angewiesen, was ihm natürlich Fixkosten für beispielsweise Miete etc. einsparen lässt. Doch um erfolgreich einen Online Shop zu führen müssen laut Fachliteratur verschiedene Anforderungen erfüllt sein. Die nicht immer einfach einzulösen sind. Die leichteste Voraussetzung ist dabei wahrscheinlich der Produktkatalog mit einem klar definierten System zur Aufteilung der Ware. (vgl. Gwiozda, 2012, S.12). Der Kunde sollte sich also beim Einkauf von Produkten möglichst intuitiv zu Recht finden, um nicht vom Kauf durch ein unübersichtliches Angebot abgehalten zu werden. Ritter Sport hat dafür seine Produkte in vier Überkategorien geordnet. Darunter auch Schokolade deren weitere Unterkategorien in verständlicher Weise nach Größe und Angebotsart der Süßigkeiten sortiert sind. Insgesamt ist ein klar definertes System zur Aufteilung der Ware zu erkennen. Weiterhin sollte zum Betreiben eines Online Shops ein schneller Aufbau der Homepage seitens des Herstellers gewährleistet sein. Die Seite für den Online Shop lädt problemlos zu jeder Tageszeit. Auch die Unterseiten sind ohne weitere Ladeverzögerung schnell erreichbar. Auch hier hat Ritter Sport die Anforderungen, welche die Fachliteratur an einen Online Shop stellt erfüllt. Für die bessere Vergleichbarkeit der Produkte, sollte eine ausführliche Produktinformation jedes Produkt näher beschreiben (vgl. Gwiozda, 2012, S.8). Im Falle Ritter Sport wurde eine ausführliche Produktbeschreibung zu jeder einzelnen Schokoladentafel erstellt. Damit sind die angebotenen Produkte gut untereinander vergleichbar. Eine weitere Verbesserung in puncto Vergleichbarkeit erzielt laut Fachliteratur, das Heranziehen von Kundenbewertungen zu einzelnen Produkten. Da vermutlich das Geschmacksempfinden der Kunden sehr unterschiedlich und nicht objektiv vergleichbar ist, wäre eine Kundenbewertung zu den einzelnen Schokoladensorten wahrscheinlich nicht ziel führend. So hat Ritter Sport auf eine Kundenbewertung im Online Shop verzichtet. Darüber hinaus wird in Facebook oder dem Ritter Sport Blog bei neu erschienen Sorten, oft auch nach der Meinung der Kunden gefragt. Ritter Sport ist also an Kundenberwertungen interessiert, setzt diese aber nicht direkt als Verkaufsargumente ein. Ein weiterer Punkt der berücksichtigt werden sollte, sind die Existenz mehrerer Zahlungoptionen für den Kauf der Produkte im Onlineshop. So kann beim Ausfall einer Zahlungsoption gewährleistet werden, dass weiterhin mit einer anderen Zahlweise online eingekauft werden kann. Der Online Shop von Ritter Sport verfügt übermehrere Zahlungsoptionen und erfüllt damit die Anforderungen. Gängige Zahlungsdienste für den Einkauf im Ritter Sport Online Shop sind PayPal, Sofort Überweisung, Mastercard oder Visa. Die vielleicht wichtigste Aufgabe ist es ein passendes Marketingkonzept für einen Online Shop umzusetzen, um Neukunden zu gewinnen und Stammkunden weiterhin zu binden (vgl. Gwiozda, 2012, S.4). Dabei sollte geklärt sein welcher Marketing Mix zum Unternehmen passt. Ritter Sport ist stark in den Social Media engagiert. Auf Facebook und Twitter, wirbt Ritter Sport für den Online Shop. Auch ist es üblich, dass mit Bannerwerbung auf fremden Websites für einen Online Shop Werbung gemacht wird. Diese Art der Werbung konnte ich im Internet für den Ritter Sport Online Shop bisher aber nicht entdecken. Auch die Fernsehwerbung von Ritter Sport weist nicht explizit auf einen Online Shop hin. So fährt Ritter Sport wahrscheinlich eine zweigleisige Strategie. Zum einen wird im Fernsehen und mit Eventmarketing für Ritter Sport allgemein geworben und somit vor allem für den Verkauf am Point of Sale (POS). Per Online-Marketing auf Facebook und Twitter wird schließlich auch für den Online Shop geworben. So gibt es das Klassische Marketing, dessen Werbekampagnen vorallem für den POS werben, sowie den Bereich Online Marketing, der für den Online Shop, aber auch den POS wirbt.

Fazit

Es wird deutlich das Ritter Sport ein schlüssiges Konzept hinter seinem Online Shop für Schokoladen- und Merchandisingartikel hat. Es besteht aus den Komponenten Aktualität der Produkte, Masse der Produkte, originelle Geschenkideen und der Ritter Sport Kollektion. Alle vier verkaufsfördernde Komponenten setzt Ritter Sport per Bild und Text digital in Szene und sendet damit gezielt Kaufreize an den Online Shop Besucher aus. Die Anforderungen an einen Online Shop, erfüllt Ritter Sport laut Fachliteratur gut. So verfügt der Ritter Sport Shop über ein klar definiertes System zur Aufteilung der Ware, einen schnellen Aufbau der Homepage, ausreichend Produktinformationen, sowie mehrere Zahlungsoptionen und ein eigenes Marketingkonzept. Nur das Thema Kundenbewertungen setzt Ritter Sport anders um, als von der Fachliteratur vorgeschlagen. So werden keine Kundenbewertungen zur besseren Vergleichbarkeit der Produkte im Online Shop eingesetzt, da es sich bei Schokolade um sehr abweichende Geschmacksvorstellungen beim Kunden handeln kann. Die Idee eines Online Shops könnte auch ein Vorbild für andere Süßwarenhersteller sein. So bietet beispielsweise der Süßwaren-Konkurrent „ferrero“ keine Möglichkeit seine Produkte Online zu erwerben an.

Quellen:
Peter Gwiozda (2012)  E-Commerce: Kriterien für einen erfolgreichen Online-Shop, Hamburg Diplomica Verlag GmbH
Gräf, H. (1999) Online Marketing, Endkundenarbeit auf elektronischen Märkten, Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden, und Deutscher Universitäts -Verlag, Wiesbaden GmbH
Haller, M.(2008). Das Interview. Konstanz: UVK Verlagsgesellschaft mbh Konstanz.